Schnüffelstoffe

«Schnüffeln» tun vor allem Jugendliche. Es ist mit erheblichen Risiken verbunden.

Prävention

Es empfiehlt sich nicht, Kinder vorbeugend über die Risiken des Schnüffelns zu informieren. Dadurch könnte das Interesse erst geweckt werden. Die Information sollte sich auf die Risiken des alltäglichen Umgangs mit giftigen löslichen Stoffen beschränken. Der Verzicht auf die Verwendung lösungsmittelhaltiger Leime oder anderer flüchtiger Stoffe in Haushalt und Schule kann zudem einen Beitrag zur Prävention von Schnüffeln leisten.

Einen einmaligen Probierkonsum sollte man nicht dramatisieren, aber es ist wichtig, die Betroffenen über die Risiken des Schnüffelns zu informieren. Auch die Umstände, die zu einem Konsum beigetragen haben können (z.B. Gruppendruck), sollten zur Sprache kommen. Die Förderung wichtiger Lebenskompetenzen, z.B. der Umgang mit Gruppendruck und die Bewältigung von Schwierigkeiten, können helfen zu verhindern, dass Kinder sich berauschen wollen.

Risiken

Zu den Risiken des «Schnüffelns» gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Schnupfen, Husten oder Nasenbluten sowie Kontroll- und Koordinationsstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten.

Bei wiederholtem Inhalieren können Rauschzustände stundenlang aufrechterhalten werden, und es kann zu Halluzinationen und bei höheren Dosen zu schlafähnlichen Zuständen und zum Bewusstseinsverlust kommen. Je nach Dauer und Intensität kann das «Schnüffeln» zu längerfristigen Schäden wie Reizerscheinungen an Haut und Nase, Lungenschäden und Karzinome, Hepatitis, Nierenversagen, Herz-Kreislauf-Versagen, Herzrhythmusstörungen und Veränderungen im zentralen und peripheren Nervensystem führen.

Bei regelmässigem Gebrauch von Schnüffelstoffen kann eine psychische Abhängigkeit entstehen. Schnüffeln kann, wenn auch selten, direkte tödliche Folgen haben. Plötzliche Todesfälle treten meist durch Herzrhythmusstörungen und Ausfall des Atemzentrums im Gehirn oder Sauerstoffmangel ein. Auch Unfälle können eine indirekte Folge des Schnüffelns und des damit verbundenen Rauschzustandes sein. Explosionen von Lösungsmittel- oder Gasbehältern, Verkehrsunfälle und Stürze infolge von Schnüffeln sind wiederholt beschrieben worden.

Zahlen und Fakten

In der Schweiz ist das Schnüffeln meist ein Übergangsphänomen bei Kindern und Jugendlichen. Laut einer Umfrage bei Schülerinnen und Schülern zu ihrem Gesundheitsverhalten im Jahre 2006 haben etwas mehr als sechs Prozent der befragten 15-Jährigen Erfahrungen mit Schnüffelstoffen. Etwa die Hälfte von ihnen hatte mehrfach solche Substanzen zu sich genommen. Es existieren keine neueren Zahlen zum Konsum von Schnüffelstoffen in der Schweiz.

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